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Bartagamen

 

 

Die Gattung Pogona umfasst derzeit 9 Arten:

  1. Pogona barbarta - Östliche Bartagame (Cuvier, 1829)
  2. Pogona brevicauda - Kurzschwanz Bartagame (Ahret, 2005)
  3. Pogona henrylawsoni - Lawson´s Bartagame (Wells&Wellington, 1985)
  4. Pogona microlepidota - Kimberley Bartagame (Glauert, 1952)
  5. Pogona minor - Zwerg Bartagame (Sternfeld, 1919)
  6. Pogona mitchelli - Mitchells Bartagame (Badham, 1976)
  7. Pogona minima - Kleinste Bartagame (Loveridge, 1933)
  8. Pogona nullarbor - Nullarbor Bartagame (Badham, 1976)
  9. Pogona vitticeps - Gewöhnliche Bartagame (Ahl, 1926)

 

Herkunft und Lebensweise:

Die Gattung Pogona ist fast in ganz Australien anzutreffen, sie bewohnen Halbwüsten, Steppen, Baumsteppen, Trockenwälder und trockenfeuchte Biotope. Die Territorien der einzelnen Individuen liegen nah bei einander, die Männchen besetzen ein mehrere Quadratmeter grosses Territorium. Die Weibchen leben in der Peripherie und lassen sich nur in der Paarungszeit mit den Männchen ein. Ein mittlerweile grosses Problem ist das die Tiere es lieben sich auf Asphaltierten Strassen aufzuwärmen und einem herannahenden Auto nicht ausweichen. Jedes Jahr werden tausende von Tieren (nicht nur Bartagamen, alle Reptilien lieben den warmen Asphalt) auf Australiens Strassen überfahren. Damit die Männchen einen guten Überblick auf ihr Territorium haben, sitzen sie meistens auf Termitenhügeln oder Baumstümpfen.Hat das Männchen dann ein paarungswilliges Weibchen ausgemacht wird es mit einem Nackenbiss festgehalten und dann begattet. Danach trennen sich ihre Wege wieder und nach maximal sieben Wochen sucht sich das Weibchen einen geeigneten Eiablageplatz. Nach mehreren Probegrabungen legt das Weibchen ca.10 bis 35 Eier ab, die sie ca.10 bis 15 cm tief vergräbt. Nach einer Inkubationsdauer von 65 bis 95 Tagen schlüpfen die jungen Bartagamen die sich nach der Befreiung aus dem Ei noch an die Oberfläche graben müssen. Eine Brutpflege existiert nicht, die kleinen sind vom ersten Tag auf sich allein gestellt.

 

Haltung und Zucht im Terrarium:

Bartagamen eignen sich gut für eine Haltung im Terrarium, es gibt auch kaum ein Reptil was so häufig in unseren Wohnzimmern gepflegt wird. Man kann sie einzeln, als Pärchen oder eine kleine Gruppe von Beispielsweise, 1 Männchen und 3 Weibchen halten. Ich pflege eine Zuchtgruppe von 1,2 (1 Männchen, 2 Weibchen) in einem 1,50x1,00x80m grossen Wüsten-Steppen Terrarium. Als Bodensubstrat verwende ich Sand mit der Korngrösse 2 bis 4 mm, eine grosse halbierte Korkröhre die als Unterschlupf dient, einigen Steinen und ein paar Kletteräste auf denen die Tierte sehr gerne liegen. Ein Wassernapf darf natürlich auchg nicht fehlen und in einem weiteren Napf wird alle zwei Tage ein gemischter Salat mit Obst angeboten. Alle 2 bis 3 Tage gibt es Insekten, wie z.B.Heuschrecken, Schaben, Heimchen, Zophobas und Grillen. In den Monaten Oktober bis Januar gehen die Tiere in eine Winterruhe bei Temperaturen von 12 bis 16°C. Haben die Tiere die Winterruhe hinter sich gebracht, beginnt in der Regel auch direkt die Paarungszeit. Das Männchen jagt den Weibchen hinterher und begattet sie mehrmals. Und ca. 6 Wochen später fangen die Weibchen an das Terarium regelrecht umzugraben um einen geeigneten Platz für die Eiablage zu finden. Ich biete ihnen in einer Ecke einen Haufen aus einem Sand-Erde Gemisch an, in dem auch immer die Eier abgelegt werden.Kurz danach entferne ich die Eier aus dem Terrarium und überführe sie in einen Inkubator um sie künstlich zu bebrüten. Nach ca.60-70 Tagen bei einer konstanten Temperatur von ca.28°C fangen die kleinen Bartis an zu schlüpfen. Haben die kleinen Echsen die Eischale mit ihrem Eizahn aufgeschlitzt dauert es noch ca.24 Stunden bis sie das Ei komplett verlassen. Danach werden die Jungtiere in einem Terrarium, das dem der grossen Tiere gleicht unter gebracht. Nach ca.5 Tagen haben die Tiere ihren Dotterrest aufgebraucht und fangen an selbstständig zu fressen.