Blauzungenskinke
Herkunft und Lebensweise:
Tiliqua scincoides kommt aus Australien und ist auf dem Festland in jedem Bundesstaat vertreten. Sie leben nördlich vom Northern Territory, New South Wales, Victoria, Queensland,und innerhalb dieses risiegen Verbreitungsgebietes sind sie überall anzutreffen. Der Blauzungenskink ist eine kräftig gebaute Echse mit eigentlich viel zu kleinen, kurzen Beinen. Die Tiere können eine Gesamtlänge von 45 bis 50 cm und ein Gewicht von bis zu 400g erreichen. Der Kopf setzt sich deutlich vom Körper durch einen kurzen, schmalen Hals ab und ist aus der Vogelperspektive dreieckig. Bei einem Blick in das Maul fällt sofort die dicke, fleischige, blaue Zunge auf, die dem Tier auch seinen Namen gab. In ihrem riesigen Verbreitungsgebiet sind sie in allen Landschaftsformen ausser Regenwälder und Bergregionen anzutreffen.Tiliqua scincoides sind absolute Bodenbewohner und Tagsüber aktiv, bricht die Dunkelheit an, verstecken sich die Tiere in Höhlen(z.B.Nagetierbau). Die Tiere fressen praktisch alles, hauptsächlich Schnecken aber auch alles an Insekten, kleine Nager eigentlich alles was sie überweltigen können. Sie fressen aber auch viel Pflanzliche Kost, Obst, Gemüse, Pilze und Beeren.In der Terrarienhaltung sagen die Tiere sogar zu Hundefutter nicht Nein!
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| Pärchen von Teliqua scincoides | Pärchen von Teliqua scincoides |
Terrarienhaltung:
Die Tiere sollten einzeln, oder paarweise in einem Terrarium gehalten werden.Hält man ein Pärchen sollte die Grösse des Terrariums die Maase von 150x80x80 nicht unterschreiten. Als Bodensubstrat verwende ich rundkörnigen Kies, mit einer Korngrösse von 2 bis 4 mm. Als Versteckmöglichkeit biete ich halbierte Korkröhren an und einen Wassernapf in dem auch adulte Tiere Platz haben. Für die UVA und UVB Versorgung verwende ich 1,20m lange Repti Sun Leuchtstoffröhren, die alle 6-8 Monate ausgewechselt werden müssen.Und für die Wärmeversogung benutze ich einen 100 Watt Spot Strahler, der im Sommer bei hohen Temperaturen ausgeschaltet wird. Die Temperatur liegt bei 28-30°C und unter der Heizlampe sind es auch schon mal über 40°C.Wie schon erwähnt die Fütterung der Tiere ist sehr einfach da sie alles fressen. Ich füttere Heuschrecken, Zophobas, Rosenkäferlarven, Grillen, kleine Fische, Schnecken, Baby Nager und natürlich noch einiges an Obst und Gemüse. Zum Jahresende( November) verkürze ich täglich die Beleuchtungsdauer um eine halbe Stunde um die Tiere auf die bevorstehende Winterruhe vorzubereiten.Wenn dann nur noch 19°C im Terrarium sind beginnen sich die Echsen einzugraben, z.B. unter einer Wurzel. Dann werden sie einzeln in Plastikboxen der Grösse 30x30x20cm einquartiert und kommen in den 14-16°C kalten Keller um ihre Winterruhe zu halten. Natürlich darf ein Wassernapf in jeder Box nicht fehlen! Als Substrat verwende ich leicht feuchten Rindenmulch in dem sich die Tiere komplett eingraben. Nach ca.5 bis 6 Wochen wachen die ersten langsam wieder auf, sie kommen dann zwar zurück ins Terrarium werden aber sehr langsam an die hohen Temperaturen gewöhnt, indem ich die Beleuchtungsdauer täglich um eine Stunde erhöhe. Übrigens es gibt noch zwei Unterarten von Teliqua scincoides, Teliqua s.intermedia und Teliqua s.chimaerea (Shea, 2000)
Paarung und Aufzucht der Jungtiere:
Nach der Winterruhe beginnt in der Regel auch gleich die Paarungszeit. Man merkt, dass das Männchen sehr aktiv und unermüdlich durchs Terrarium steift um eine geeignete Partnerin zu finden.Setzt man ein Weibchen dazu wird es sofort vom Männchen ausgiebig bezüngelt und ständig verfolgt. Ist das Weibchen paarungsbereit hält das Männchen sie mit einem Nackenbiss fest und krümmt sich Hufeisenförmig seitlich unter den Bauch um die Kloake zu erreichen.Wird dann der Hemipenis eingeführt. verharren die Tiere minutelang in dieser Position, nach der Paarung sollten die Tiere wieder getrennt werden.Die Weibchen können sehr aggresiv gegenüber dem Männchen werden und versuchen ständig zu beissen.Ist die Paarung erfolgreich verlaufen, kann man beim Weibchen ein verändertes Verhalten feststellen. Sie verbringt viel mehr Zeit unter dem Wärmestrahler und hat einen gesteigerten Appetitt.In der Zeit werden die Weibchen 3-4 mal wöchentlich gefüttert und mit zunehmender Tragzeit wird das Weibchen immer runder. Zudem ist zu beobachten das ihnen das atmen schwerer fällt und die Schnelligkeit bei der Jagt lässt nach. Die Tiere legen erheblich an Gewicht zu und können es sogar verdoppeln, also bis zu 800 g.Wenn der Geburtszeitpunkt näher rückt reduzieren sie das Futter auf ein minimum und werden immer unruhiger.Beginnt der Geburtsvorgang fangen die Weibchen an sich in S-Formation zu winden und der Schwanz ist leicht angehoben.Wenn die Jungen dann geboren werden sind sie in einer Eihülle die sie mit ihrer Schnauze durchstossen und nach verlassen sofort verspeisen.Die kleinen Blauzungen sind ca. 15 cm gross und wiegen ungefähr 15 bis 20 Gramm. Wenige Stunden später häuten sie sich zum ersten mal. Die Jungtiere bekommen dann ihr eigenes Terrarium und werden fortan aufgezogen wie ihre Eltern.

