Cerastes cerastes
Zusammensetzung der Zuchtgruppe
- 2,2 Cerastes cerastes
- Deutscher Name: Hornviper
- Herkunft: Wildfang aus Ägypten von 1998
- Unterarten:
- Cerastes cerastes cerastes (LINNAEUS 1758)
- Cerastes cerastes karlhartli (SOCHUREK 1974)
- Cerastes cerastes mutila (DOMERGUE 1901)
- Cerastes cerastes gasperetti (LEVITON & ANDERSON 1967)
- Cerastes cerastes hoofieni (WERNER & SIVAN 1999)
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| gut versteckt | Männchen aus Ägypten |
Herkunft, Haltung und Lebensweise
Cerastes cerastes bewohnt die Sand-, Stein- und Lehmwüsten ganz Nordafrikas. Die Tiere kommen auf der Sinai-Halbinsel, Israel, Palästina, Jordanien, westl. Iran, Irak und möglicherweise in Syrien und Arabien vor.
Cerastes cerastes wird oft in trockenen, aber nicht gänzlich in vegetationslosen Gebieten gefunden. Die Hornviper ist nachtaktiv, ist aber besonders im Frühjahr auch tagsüber anzutreffen. Die selten über 80cm große Hornviper ist oft an Grasbewachsenen Sandhügeln zu sehen. Mit Hilfe ihrer an der Bauchseite kantig ausgebildeten Schuppen vermag sie sich ziemlich schnell in den losen Wüstensand einzugraben. Dabei spreizt sie die Rippen ,bewegt sich hin und her und ist dann schnell im Sand verschwunden. Nur die Augen mit den darüber liegenden Hörnern und ein wenig vom Rücken ragen etwas über den Sand. Als typischer Seitenwinder gleitet Cerastes cerastes außerordentlich schnell über den Wüstenboden. Dabei hebt die Schlange je ein Stück ihres Körpers hinter dem Kopf und vor dem Schwanz wechselweise an und setzt es ab, wodurch die unzusammenhängende Kriechspur entsteht. Die Nahrung der Hornviper besteht aus Vögeln, Echsen und Nagetieren. Die Tiere überwintern von November bis Anfang März in den Erdbauten von Wüstenspringmäusen, Dornschwanzagamen und unter Sandhügeln oder Felsen. Die Paarung beginnt im allgemeinen Ende April und ist Mitte Juni beendet. Im Juni oder August werden die weißen weichschaligen Eier an einer leichtfeuchten Stelle im Boden abgelegt. Die Hornviper legt ca.14 bis 18 Eier aus denen ca.16-18cm lange Hornvipern schlüpfen.
Gift
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| Hornviper beim fressen | Hornviper beim fressen |
Die Tiere besitzen ein ziemlich starkes hämotoxisches Gift, das hauptsächlich auf den Blutkreislauf wirkt. Doch das Gift zerstört auch Blut und die Blutgefäße und führt zu starken ödematösen Schwellungen. Bei sofortiger medizinischer Behandlung verlaufen die meisten Hornviperbisse glimpflich und der Patient ist in der Regel nach 4-5 Wochen wieder hergestellt.
Haltung & Zucht
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| Weibchen nach der Eiablage | Weibchen nach der Eiablage |
Die Hornviper ist ein sehr ausdauerndes, anspruchloses und empfehlenswertes Terrarientier. Ich halte ein Pärchen in einem 1,20x60x60cm großen Wüstenterrarium mit einer ungefähr 10 cm hohen Sandschicht, ein paar Steinen als Schlupfwinkel und einem kleinen Wassergefäß. Die Tiere haben eine Wärmelampe die die Lufttemperatur zwischen 28 und 32°C hält und eine Leuchtstoffröhre die die Tiere mit dem nötigen UV Licht versorgt. Die Tiere kommen aus Ägypten und sind ca. 7 Jahre alt, Mäuse ob lebendig oder tot, werden bereitwillig verschlungen. Um eine Nachzucht zu erhalten ist eine kühle Überwinterung bei Temperaturen zwischen 12 und 15°C angebracht, am besten im eigenen Terrarium! Bei einer warmen Überwinterung zeigen die Vipern im Frühjahr keine Paarungsbereitschaft. Vor der Paarung sind die Männchen außerordentlich aktiv und kriechen unter zuckenden Kopf- und Rumpfbewegungen über den Rücken des Weibchens.
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| Die ersten Hornvipern schlüpfen | Die ersten Hornvipern schlüpfen |
Am 06.06.2005 konnte ich die Tiere abends bei der Kopulation beobachten. Das Männchen lässt seit diesem Zeitpunkt das Weibchen nicht mehr in Ruhe. Unter zuckenden Körperbewegungen kriecht das Männchen über den Rücken des Weibchens und versucht seinen Hemipenis in die Kloakenöffnung des Weibchens zu schieben! Die normalerweise Tagsüber ruhenden Hornvipern sind jetzt auch am Tage aktiv und mit nichts anderem als dem Paaren beschäftigt.
Endlich ist es soweit am 13.09.2005 lagen 11 Eier mit ihrer Mama im von mir angebotenen Ablageplatz. Eine einfache große Dose mit Deckel und einem Schlupfloch an der Seite und gefüllt mit feuchter Erde! Die Eier waren zu einen ganzen Gelege verklebt. Ich legte sie in ein entsprechend große Dose mit feuchtem Vermiculite und brüte das Gelege jetzt aus bei ca.29°C und einer Luftfeuchtigkeit von 100%.
Heute am Morgen des 29.10.2005 nach 46 Tagen Inkubationszeit streckten die ersten Hornvipern ihre Köpfe aus den Eiern. Bis spätestens übermorgen (31.10.2005) sollten alle geschlüpft sein. Wenn die kleinen Vipern zwei mal gehäutet und mehrere male selbständig gefressen haben, werde ich die kleinen Cerastes cerastes zum Verkauf anbieten!
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| Jungtiere nach ca.3 Tagen | Jungtiere nach ca.3 Tagen |
Die jungen Hornvipern sind jetzt 26 Tage alt. Die Tiere fingen am Morgen des 11. Tages an sich zu häuten und bis zum nächsten Mittag waren alle kleinen Vipern frisch gehäutet. Als sich das erste Tier zu häuten begann, bemerkte ich sofort das das Tier große Schwierigkeiten dabei hatte. Als nach ca.2 Stunden nur die Unterseite des Kopfes von der alten Haut befreit war, beschloss ich den Tieren zu helfen! Ich setzte alle Tiere in eine beheizte Fauna Box mit feuchtem Fließpapier und wartete eine Stunde bis die trockene Haut der Tiere etwas Feuchtigkeit annehmen konnte. Als die Tiere dann alle soweit ihre Köpfe von Haut befreit hatten, half ich bei dem Rest mit einer kleinen Pinzette nach. Da die Haut durch das feucht-warme Klima aufgeweicht wurde, ließ sie sich leicht mit der Pinzette abziehen! Dann folgte das nächste Problem, die erste Futteraufnahme! Normalerweise sind Cerastes cerastes Echsenfresser. Neugeborene, die frisch aufgetaute oder lebende Pinky´s (neugeborene Maus) vorgesetzt bekommen, lassen diese einfach links liegen. So war es auch bei mir.
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| Jungtiere nach 1 Woche | Muttertier 2 Wochen nach der Geburt |
Die kleinen Hornvipern interessierten sich überhaupt nicht für die kleinen Nager. Als die Tiere nach vier weiteren Tagen immer noch nicht fressen wollten, fing ich an sie zu stopfen (Zwangsernährung). Nach fünf Tagen war die erste Mahlzeit verdaut und als alle Hornvipern abgekotet hatten, wurden sie noch mal gestopft! Als dann die nächste Fütterung nahte, fraßen alle bis auf zwei selbständig. GESCHAFFT !!!











