You are here: Home Schlangen Giftschlangen Cerastes vipera
Document Actions

Cerastes vipera

 

Zusammensetzung der Zuchtgruppe

  • 1,1 Cerates vipera
    • deutscher Name: Avicennaviper
    • giftig (Hämotoxin)
    • lebendgebährend
    • Herkunft: Nordafrika, Israel

 

Weibchen der Avicennaviper noch ein Weibchen

 

Herkunft, Haltung und Lebensweise

Cerastes vipera bewohnt die Sahara und ihre Randgebiete bis nach Israel. Dort trifft man die Tiere auf besonders feinem Flugsand und auf Wanderdünen mit Cerastes cerastes an. Die nicht größer als 30 cm werdende Avicennaviper bewegt sich wie die Hornviper durch das Seitenwinden fort und gräbt sich wie sie oberflächlich in den Sand ein. Wenn die Schlangen in Erregung geraten, reiben sie die scharf gekielten Schuppen der Körperseiten durch Schlängelbewegungen gegeneinander und erzeugen so ein rasselndes Geräusch. Man nennt sie deshalb in Amerika "Saw scaled Viper" Sägeschuppen Viper.

gerade geschlüpfte Cerastes vipera perfekte Tarnung

 

Gift

Die kleinen Avicennavipern besitzen ein starkes hämotoxisches Gift. Bei einem Bissunfall sollte man sofort reagieren und sich in ärztliche Hilfe begeben. Ich selber hatte auch schon einen Bissunfall mit dieser Art erlebt, ich wurde von einem 4 Tage alten Cerastes vipera Baby gebissen. Doch der Biss verlief zum Glück sehr glimpflich, doch mehr darüber auf der Seite Giftschlangen unter der Rubrik "Unfälle"

 

Haltung & Zucht

Ich pflege ein Pärchen dieser kleinen Sidewinder, die ich vor ca. 3 Jahren aus der Sahara erhalten habe. Ich halte die Tiere in einem 60x50x40cm kleinen Wüstenterrarium. Das Terrarium ist mit einer ca.6-8 cm hohen Sandschicht bedeckt, mit ein paar kleinen Kakteen einigen Steinen und einem Christusdorn eingerichtet. Als Futter biete ich ihnen einmal die Woche junge nackte Mäuse die allerdings erst nach erlöschen des Lichts gefressen werden. Das war jedoch nicht immer so, denn anfangs waren die Tiere nur an Echsen gewöhnt und eingestellt. Daher habe ich die Baby Mäuse mit den Eingeweiden einer Echse bestrichen und nach mehrmaligem zubeißen wurden die Pinkies gefressen. Das wiederholte ich noch zwei, dreimal und dann wurden die Babymäuse ganz normal akzeptiert. Den ersten Zuchterfolg hatte ich im Juni 2003 als das Weibchen zwei Wachseier und vier Jungtiere zur Welt brachte. Ein Jungtier war leider nicht lebensfähig und verstarb kurze Zeit später. Im Jahr 2004 habe ich die Tiere nicht in den Winterschlaf gesteckt und schon blieb der Nachwuchs aus!