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Vipera a. ammodytes

 

Zusammensetzung der Zuchtgruppe

  • 2,2 Vipera ammodytes ammodytes
    • deutscher Name: Europäische Sand- oder Hornotter
    • giftig (Hämotoxin)
    • lebendgebährend
    • Größe: 85 - 95 cm
    • Herkunft: Osteuropa, Balkan, Türkei
Weibchen vom Skutari-See Weibchen vom Skutari-See

 

Herkunft, Haltung und Lebensweise

Die Sand- oder auch Hornotter führt die Bezeichnung "Sandotter" völlig zu Unrecht, da die Schlange nie auf und auch nicht in Sandgebieten vorkommt. Die Tiere kommen aus Nordwest Italien, Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien sowie zahlreichen Inseln der Adria. Die Viper lebt an sonnigen Stellen mit trockenem Untergrund und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Mit Vorliebe hält sie sich an mit niedrigem Gebüsch und Gestrüpp bewachsenen Geröllhalden, an Felshängen, verlassenen Steinbrüchen, in Legesteinmauern und in Steinansammlungen in trockenen Wiesen und an Feldrändern auf.

Jungtier nach 36 Stunden Jungtier nach 36 Stunden

 

Neben der Levanteotter (Macrovipera lebetina) und der Bergotter (Vipera xanthina) ist die Europäische Hornotter die größte Giftschlange Europas mit dem stärksten Gift!

Gift

1,1 Vipera a. ammodytes Hornottern bei der Paarung

Das hämotoxische Gift beeinträchtigt hauptsächlich den Blutkreislauf, wirkt auf das Blut und die Blutgefäße ein und führt zu staken ödematösen Schwellungen. Bei sofortiger medizinischer Behandlung und manchmal auch ohne, verlaufen die meisten Hornotterbisse glimpflich. Je nach Stärke der Vergiftung ist der Patient in der Regel nach 2-3 Wochen wieder hergestellt.

 

Haltung & Zucht

Die Europäische Hornotter eignet sich sehr gut als Terrarien Pflegling und kann auch dem Einsteiger in die Giftschlangen Haltung empfohlen werden. Sie gewöhnt sich gut an ein Leben in Gefangenschaft und verliert nach kurzer Zeit ihre Scheu.

Kopfportrait Neuankömmlinge im Quarantänebecken

 

Ich halte ein Pärchen Vipera ammodytes in einem 1,00x0,50x0,50m Terrarium mit einem Bodengemisch aus Torf, Sand und Walderde. Die Einrichtung wird komplettiert durch einige Weinreben als Klettermöglichkeit, eine Korkhöhle als Unterschlupf, einigen Steinen und einem Wassernapf. Mindestens einmal die Woche oder kurz vor der Häutung besprühe ich das Terrarium mit lauwarmem Wasser. Die Temperaturen liegen Tagsüber bei 28-30°C und sinken Nachts auf ungefähr 22°C. Die Fütterung mit lebenden oder toten Mäusen die ich einmal in der Woche anbiete bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Die Hornotter ist schon oft nachgezogen worden, die Nachzucht gelingt jedoch nur wenn die Tiere kalt, dunkel und auf trockenem Bodengrund bei Temperaturen zwischen 5 und 10°C überwintert werden. Die Überwinterung sollte vier bis fünf Monate (von Ende Oktober bis Mitte oder Ende März) dauern. Gegen Ende Mai werden die ca.8-12 Jungschlangen geboren. Nach einigen Tagen können die kleinen Vipern das erste mal gefüttert werden, die Jungtiere schnappen gierig nach den angebotenen Baby Mäusen.