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Grüner Baumpython

Der grüne Baumpython (Morelia viridis) Chondropython

Taxonomie

Der Chondropython hat nicht immer zur Gattung "Morelia" gehört.Sie wurden über viele Jahre einer eigenen Gattung "Chondropython" zugeordnet und dieser Name ist auch Heute noch sehr geläufig.In der Gattung "Chondropython" war die einzige Art "viridis" passend für diese einmalige Schlange.Im Jahr 1972 stellte Schlegel den Gattungsnamen "Chondropython" auf.Übersetzt bedeutet Chondro soviel wie "Knorpel", "knorpelig", Python ist klar und viridis bedeutet "Grün" also "knorpeliger grüner Python". Im Jahr 1994 ordnete Arnold G.Kluge den grünen Baumpython der Gattung "Morelia" zu.

2 Monate altes Jungtier 1,0 Sorong Chondro

 

Zur Gattung "Morelia" werden derzeit 11 Arten gerechnet:

  • Morelia amethistina (Schneider,1801) - Amethystpython
  • Morelia boeleni (Brongersma,1953) - Boelens Python
  • Morelia bredli (Gow,1981) - Bredls Python
  • Morelia carinata (Smith,1981) - Rauschuppenpython
  • Morelia clastolepis (Harvey,Barker,Ammermann&Chippendale,2000) - Seram Python
  • Morelia kinghorni (Stull,1933) - Kinghorns Python
  • Morelia nauta (Harvey,Barker,Ammermann&Chippendale,2000) - Tanimbar Python
  • Morelia oenpelliensis (Gow,1977) - Oenpellipython
  • Morelia spilota (Lacepede,1804) - Teppich - oder Rautenpython
  • Morelia tracyae (Harvey,Barker,Ammermann&Chippendale,2000) - Halmahera Python
  • Morelia viridis (Schlegel,1972) - Grüner Baumpython

 

Jungtiere mit 7 Monaten 1,2 Morelia viridis

 

Herkunft und Lebensweise

Der grüne Baumpython kommt auf Neuguinea´s Inseln (Biak,Yapen,Aru,Misool,Salawati,Normanby) und auf der australischen Halbinsel Cape York vor. In Australien selber kommt der Baumpython nur in nördlicheren Regionen der Halbinsel Cape York vor. Man unterscheidet die Pythons zwischen den verschiedenen Inselformen Sorong, Aru, Biak, Cape York, Merauke, Jayapura, Wamena. Die natürlichen Lebensräume von Morelia viridis sind die tropischen Regenwälder Neuguineas und Nord Australiens von Meereshöhen bis zu 2000m über dem Meeresspiegel. Der Baumpython ist ein absoluter Regenwaldbewohner der sich nur in diesem feucht - warmen Klima wohl fühlt. Die Tiere sind Tagsüber auf Bäumen zu beobachten wo sie in typischer Baumpython Manier um einen Ast gewickelt schlafen. Sie verlassen nur selten ihre hohen Posten, sie sind immer irgendwo im Geäst eines Baumes und selten auf dem Boden zu sehen. Chondros sind Dämmerungs- bzw Nachtaktiv, geht der Tag dem Ende entgegen begeben sich die Tiere auf die Jagd. Die Tiere lauern still sitzend in den Ästen und wenn ein Vogel in die Reichweite des Pythons kommt schlägt er blitzschnell zu, umwickelt sein Opfer mit ein paar Körperschlingen und erdrosselt es. Deshalb besitzen Baumpythons auch extrem lange Zähne um durch das dicke Federkleid seiner Beute zu kommen und sie sicher fest zu halten. Der Chondro benutzt sogar seine Schwanzspitze zum Beute fangen indem er sie wie einen Wurm herumzappeln lässt und somit Vögel anlockt, die die Täuschung erst zu spät bemerken.

Blauer Chondro Sorong-Gruppe

 

Haltung und Zucht

Der Chondropython gehört für mich mit zu den schönsten Schlangen überhaupt. Mit einer Maximallänge von bis zu 1,80 m gehört Morelia viridis eher zu den kleineren Riesenschlangen und sind daher auch gut für die Haltung im Terrarium geeignet. Die Tiere sind relativ einfach zu halten (Bedingung-Nachzucht) ein Jungtier sollte bei einer Temperatur von 28 - 30°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit von 70 - 90% gepflegt werden. Wenn die Jungtiere frisch geschlüpfdt sind und nach 2 - 3 Wochen ihre erste Häutung hinter sich haben und der Dotterrest komplett absorbiert wurde, sind die kleinen für die erste Fütterung bereit. Für die kleinen Chondros eignen sich Nestjunge Mäuse ausgezeichnet, es kann sein das manche Tiere nicht direkt fressen wollen.I ch habe sie dann immer ein bischen mit den Mäusen geärgert bis sie danach schnappen. Haben die Tiere erst einmal den Geschmack der Beute wahrgenommen wird sie nach mehrmaligem schnappen festgehalten und verschlungen. Es gibt allerdings auch solche, die das Futter überhaupt nicht interessiert und müssen darum 2 - 3 mal gestopft (Zwangsernährung) werden, aber danach akzeptieren auch diese Problemfälle ihr Futter. Werden die Jungschlangen regelmäßig alle 5 Tage gefüttert wachsen sie schnell zu kräftigen Chondros heran. Chondros gehören mittlerweile einer großen Fangemeinde an und werden regelmäßig nachgezogen und in den letzeten Jahren haben sich erstaunliche Farbmutationen entwickelt. 2002 wurden die ersten Albinos gezüchtet und dazu kamen noch Calico, High Yellow Blue Line, Canary, Lemon Tree, Mustard die sogenannten Designer -Chondros.

 

Biak-Männchen Sorong Jungtiere

 

Um Chondros zur Paarung zu bewegen bedarf es nicht viel, man sollte allerdings 2 - 3 Mänchen zur Zucht besitzen. Denn leider gibt es Tiere die am Sex nicht die geringste Interesse zu haben scheinen. Es gibt nichts schlimmeres oder mehr gesagt frustrierenderes als ein Männchen das an einem Paarungsbereiten Weibchen keinerlei Interesse hat. Hat man allerdings eine Zuchtgruppe von 3,2 (3 Mänchen, 2 Weibchen) steht einer erfolgreichen Paarung nichts mehr im Weg. Dem Weibchen muß eine Ablagebox zur Verfügung gestellt werden, in Form einer kleinen Holzkiste mit aufklappbarem Deckel für die Eierentnahme und einem Schlupfloch für die Schlange. Bei einem beispielsweise 1,50 m hohen Terrarium sollte die Box auch in 1,20 m Höhe angebracht werden, die Schlupfkiste sollte innen mit trockenem Moos ausgelegt werden.Hat das Weibchen die Schlupfkiste angenommen und ihre Eier gelegt kann man sie der Box entnehmen und in den Brutkasten überführen. Die Eier sollten bei ca. 29 - 31°C inkubiert werden, die Eier müssen dabei stehts trocken liegen also nie mit dem feuchten Brutsubstrat Kontakt haben. Nach ca. 50 Tagen schlüpfen dann die ersten kleinen Chondros und um ihnen den Schlupf zu erleichtern sollten in die Eier kleine Fenster geschnitten werden damit auch die schwächeren eine Chance haben. Die Jungtiere werden am besten einzeln untergebracht, dies dient der besseren Kontrolle. Man kann genau beobachten welche Tiere gehäutet, abgekotet oder welche Tiere mit der Verdauung Probleme haben und die Nahrung wieder auswürgen. Die kleinen Chondros wachsen schnell heran und sind in 3 - 4 Jahren selber bereit Eier zu legen.

Baumpython beim fressen frisch geschlüpftes Jungtier