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Königspython

Der Königspython (Python regius)

 

Systematische Einordnung

  • Reich: Animalia (Tiere)
  • Unterreich: Metazoa (Vielzellige Tiere)
  • Reihe: Deuterostomia
  • Stamm: Chordata (Chordatiere)
  • Unterstamm: Vertebrata (Wirbeltiere)
  • Klasse: Reptilia (Reptilien)
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
  • Unterordnung: Serpentes (Schlangen)
  • Familie: Boidae (Riesenschlangen)
  • Unterfamilie: Pythoninae (Pythonartige Riesenschlangen)
  • Gattung: Python (Pythonschlangen)
  • Art: Python regius (Königspython)

 

1,0 Python regius Pieball Königspython

 

Verbreitung und Lebensweise:

Python regius ist über weite Teile Westafrikas, über einige Staaten Zentralafrikas bis in den Süden des Sudan verbreitet. Er kommt in den westafrikanischen Staaten Senegal, Sierra Leone, Gambia, Togo, Ghana, Nigeria und Kamerun, den zentralafrikanischen Staaten Kongo und Uganda sowie im Sudan vor. Der Königspython ist ein typischer Savannen Bewohner. Er bevorzugt trockenere Regionen, kommt aber auch in den feuchten Gebieten Guineas vor. Die Pythons lieben Buschland mit dichten Steppengräsern, Sträuchern und Büschen. Königspythons sind ausgesprochen Dämmerungs - und Nachtaktiv und liegen tagsüber in ihrem Versteck. Ab und zu trifft man einen Königspython beim Sonnenbaden an, was allerdings seltener vorkommt. Zu den bevorzugten Versteckplätzen zählen Termitenhügel und verlassene Nagetierbauten in denen die Weibchen auch ihre Eier ablegen. Neigt sich der Tag dem Ende, begeben sich die Tiere auf Futtersuche indem sie aktiv auf die Jagd gehen oder in einem Versteck auf ihre Beute lauern. Python regius jagd hauptsächlich Kleinsäugern hinterher, doch begibt sich auch auf Bäume um Vögeln aufzulauern oder die Nester mit den Vogeljungen zu plündern. Der Königspython ist eine Würgeschlange, die ihre Beute im Normalfall am Kopf packt und es dann mit 2-3 Körperschlingen erdrosselt. Wenn die Beute nicht mehr lebt, wird sie mit dem Kopf voran verschlungen. Der Königspython wird auf sogenannten Zuchtfarmen in ihrem Heimatland in großen Stückzahlen gezüchtet, wobei züchten nicht ganz richtig ist. Täglich begeben sich mehrere Mitarbeiter der Farm auf die Suche nach trächtigen Weibchen im Busch. Diese werden zu den Farmen gebracht bis sie ihre Eier gelegt haben und werden dann wieder in die Natur entlassen. Wenn dann die Jungschlangen geschlüpft sind, werden sie in die entsprechenden Länder exportiert und als "Nachzuchten" verkauft.

1 Jahr altes Weibchen striped Pieball

 

Haltung und Zucht:

Der Königspython wird oft als Anfängertier verkauft, was er eigentlich garnicht ist, da die Tiere ein sehr eigensinniges Fressverhalten entwickeln können. Ein Anfänger kann schnell damit überfordert sein, wenn sein Tier aufeinmal das Futter verweigert und die angebotenen Mäuse keines Blickes würdigt. Ich selber hatte mal ein Tier, das schlagartig aufgehört hat Mäuse zu fressen und seit dem nur noch Hamster als Futter akzeptiert. Es gibt auch Tiere ,die immer wieder für Monate das Futter einstellen, was aber ganz normal bei dieser Art ist. In der Haltung ist Python regius weniger problematisch wenn man Temperatur und einen konstante Luftfeuchtigkeit von 70 - 80% beachtet. Versteckplätze in Form von Korkhöhlen oder Blumentöpfen sollten umbedingt vorhanden sein, auch Klettermöglichkeiten sollten für die kleinen Riesenschlangen (ca.1,40m) angeboten werden. Hält man eine 2 - 3 Monatige Winterruhe ein, kommen die Tiere danach recht schnell in Paarungsstimmung. War die Paarung erfolgreich, legt das Weibchen in der Regel 4 - 8 Eier, das Weibchen "bebrütet" zwar die Eier doch ist es ratsamer sie künstlich zu inkubieren.