Tigerpython
Der Tigerpython (Python molurus)
Klassifizierung des Tigerpythons:
- Stamm: Chordata - Chordatiere
- Unterstamm: Vertebrata - Wirbeltiere
- Klasse: Reptilia - Kriechtiere
- Ordnung: Squamata - Schuppenkriechtiere
- Unterordnung: Serpentes - Schlangen
- Familie: Boidae - Riesenschlangen
- Unterfamilie: Pythoninae - Pythonschlangen
- Gattung: Python - Echte Pythonschlangen
- Art: Python molurus - Tigerpython
- Unterart: Python molurus molurus - Heller Tigerpython
- Unterart: Python molurus bivittatus - Dunkler Tigerpython
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| 1,1 Albino Tigerpython | Albino Weibchen von 3,20m |
Verbreitung und Lebensräume:
Der Tigerpython besiedelt riesige Gebiete, man findet ihn in Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, südlich von China, Indien, Pakistan und Sri Lanka (um nur einige zu nennen). Seine Lebensräume sind vor allem Tiefland- und Bergregenwälder, felsige Buschlandschaften und sie sind immer in direkter Umgebung von Gewässern (Flüsse, Seen) zu finden. Der Python bewohnt häufig verlassene Erdhöhlen, die z.B. von großen Landschildkröten gegraben worden sind. Die großen Riesenschlangen sind vorwiegend Bodenbewohner, wegen ihres recht schweren Gewichts (Tiere von 4 - 5 Metern können über 100 kg schwer werden) sind sie relativ selten auf Bäumen zu beobachten. Python molurus ist wie die meisten Schlangen nachtaktiv und verläßt erst nach Einbruch der Dunkelheit sein Versteck, um sich einen geeigneten Platz auszusuchen auf dem er dann auf Beute lauert. Die Tiere haben ein großes Nahrungsspektrum das von Nagetieren, Kröten, Waranen, Wasservögeln, Stachelschweinen bis zu Ziegen, Schweinen, Affen und sogar Großkatzen (Leoparden) reicht. Es liegen Zeitungsberichte des Frankfurter Zoos vor in dem ein Dunkler Tigerpython ein 56 kg schweres Schwein und später eine Ziege von 42 kg verspeist hat. In kühlen Wintern halten die Tiere sogar eine 3 - 4 Monatige Winterruhe und in den tropischen Gebieten wo es nie richtig kalt wird halten die Tiere über die Wintermonate eine Fresspause ein. Der Lebensraum wird durch die Bevölkerungszunahme immer mehr reduziert da riesige Gebiete des Waldes der Abholzung zum Opfer fallen. Aber auch das Fleisch ist vorwiegend in Asiatischen Gebieten als Nahrungsmittel sehr beliebt und die Haut wird zur Lederproduktion genutzt. Sogar die Innereien werden für medizinische und pharmazeutische Zwecke als "Heilmittel" genutzt. Der Bestand der Populationen ist aber auch von Wilderern bedroht, die die Pythons in großen Mengen einfangen und dann in andere Länder exportieren. Der Transport ist für die Tiere mit erheblichem Stress verbunden und dann noch die Unterbringung von dutzenden Tieren in kleinen Holzkisten in denen die Tiere tagelang ohne Wasser und in ihrem eigenen Kot liegend verenden. Nicht selten sterben bei so einem Transport von 100 Tieren über 80 Prozent. Doch glücklicherweise ist der Tigerpython zu einem beliebten Terrarienbewohner (vor allem die seltenen Farbvarianten) geworden und wird auch deshalb in großen Stückzahlen nachgezüchtet. Dadurch nehmen die Wildfang-Importe immer mehr ab und vielleicht kann irgendwann gänzlich auf diese Art der Vermarktung verzichtet werden.
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| Dunkler Tiger | Albino & het. für Albino |
Haltung und Zucht:
Wenn man sich entschlossen hat einen Tigerpython zu pflegen, sollte man sich über gewisse Dinge im klaren sein. Als erstes muß man die Größe der Tiere und damit den Platz den man für die Unterbringung braucht bedenken, denn aus dem niedlichen kleinen Tigerbaby kann schnell ein Koloss von über 5 Metern werden. Daher sollte das Terrarium mehrere Meter groß sein mit dicken stabilen Kletterästen und einem Wasserbecken in dem auch ein großer Tiger Platz hat. Ein Freund von mir pflegt in einem begehbaren 8 qm großen Terrarium (Zimmer) eine Zuchtgruppe von 3 Weibchen und 1 Mänchen, als Wassernapf dient eine Badewanne für die eigens ein Abfluss gebaut wurde. Und dann sollte man sich noch über die Fressgewohnheiten der Tiere Gedanken machen, denn nicht jeder ist in der Lage Kanninchen zu verfüttern. Mein besagter Freund füttert einem 4,60 m großen Albino Weibchen ausgewachsene Lämmer, allerdings hat das Tier dann auch für 2 Monate genug. Ist man sich dieser Kriterien bewusst und hat damit keine Probleme steht der Pflege dieser Riesenschlangen nichts mehr im Weg. Python molurus ist im Terrarium recht einfach zu pflegen wenn die oben genannten Ansprüche erfüllt werden, dann steht auch einer erfolgreichen Verpaarung nichts im Weg. Bei guter Fütterung ist ein Weibchen in der Regel schon nach 3 - 4 Jahren und ein Mänchen nach 2 - 3 Jahren Geschlechtsreif.
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| 0,1 Albino mit 2 Jungtieren |
Nach der Winterruhe, die im Terrarium durch reduzierte Temperatur eingeleutet wird und sich das Weibchen dann in der Ovulation befindet, sollte man das Mänchen dazu setzen. Wird das Weibchen dann ausgiebig vom Männchen bezüngelt und schiebt sich dann unter ruckartigen zuckenden Bewegungen über den Rücken des Weibchens, hat die Paarung praktisch schon begonnen. Wenn das Männchen nach der Kopulation das Weibchen erfolgreich befruchtet hat, schlüpfen nach ca. 80 - 130 Tagen die ersten Jungschlangen aus den Eiern. Das Gelege eines Weibchens kann bis zu 40 Eiern groß sein, die Größe der Eier kann von 7 - 10 cm lang und 4,5 - 7 cm breit sein und ein Gewicht bis zu 80 g haben. Man kann das Gelege künstlich in einem Inkubator ausbrüten wobei man eindeutig eine größere Schlupfrate hat. Oder man beläßt das Gelege bei der Mutter die durch Muskelkontraktionen Wärme erzeugt und die Eier so natürlich ausbrütet. Dabei spielt das Klima im Terrarium auch eine große Rolle, denn wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht optimal sind, kann das Gelege schnell absterben. Sind die kleinen Tigerbabys dann geschlüpft, ist die Freude groß. Die Jungschlangen werden in den ersten Monaten mit Mäusen gefüttert und wachsen dann schnell zu großen Tigern heran.




